Der "Language Learner" in Varel

Erster „Language Learner Austausch“ in Varel gemeinsam mit FF Cottbus

Bis zum 01.06.2013 kannten sie sich noch nicht. Am 09.06.2013 fuhren sie bereits als Freunde gemeinsam von FF Cottbus mit der Deutschen Bahn nach Varel, um die zweite Woche des Austausches „Sprachen Lernen „ oder “Language Learner (LL)“ zu erleben.

16 Teilnehmer des Language-Learner-Austausches aus den Ländern USA, Kanada, Brasilien und Großbritannien setzten ihren Sprachlernaufenthalt nach einer Woche in Cottbus in Varel fort. Gleich am Anreisetag bekamen sie einen Eindruck unseres Vereinslebens, indem sie an der monatlichen Versammlung im Vareler Waisenstift teilnahmen. Die Monatsversammlung wurde nur kurz gehalten, da wir im Anschluss die Welcomeparty feiern wollten.

Das „Festkomitee“ um Heiner und Ute hatte die Halle des Waisenstifts unglaublich hübsch gestaltet. Ein reichhaltiges Buffet mit allerlei internationalen kulinarischen Köstlichkeiten wurde von zahlreichen Helfern zusammengestellt. Hier ein gaaaanz großes Dankeschön an alle Helfer des Aufbaus, die Kuchenbäcker, die Salatbereiter, die Brotbäcker,  die Plattenzubereiter und und und...! Ihr wart großartig!!!

Nachdem unsere erste Vorsitzende und Austauschleiterin (ED) Birgit die Gäste auch offiziell begrüßt hatte, begann das nähere Kennenlernen. Dieser erste Abend war bereits unglaublich erfrischend. Zum Schluss formierte sich noch an einem Tisch ein internationaler Männerchor.

Während der Woche genossen unsere Gäste an vier Tagen jeweils 3,5 Stunden Deutschunterricht mit Vilmos. Da wurde ordentlich gebüffelt und gepaukt. Die deutsche Sprache bietet ja auch reichlich Stolpersteine: Warum heißt es "ich weiß" und nicht "ich weiße"; es heißt ja auch "ich gehe'" und "ich laufe". Vilmos führte außerordentlich professionell, praxisorientiert und mit der rechten Portion Humor seine internationalen Schüler durch das Dickicht der Deutschen Sprache. Bei all der Anstrengung war ein wichtiger deutscher Satz, der regelmäßig benutzt wurde: "Ich schlage eine Kaffeepause vor." Für den Unterricht und die wohlverdiente Kaffeepause hat das DRK (www.drk-varel.de ) in Varel seine Räume zur Verfügung gestellt. Die „gute Ute“ umsorgte unsere Gruppe täglich und servierte mit Ruhe und Gelassenheit Kaffee, Kekse, Obst und Säfte und unterstützte zusätzlich Vilmos während des Unterrichts.

 

Der lockere "teacher" Vilmos
Die aufmerksamen "Students"
Eine Theaterprobe

Natürlich gab es auch ein friesisches Rahmenprogramm. Getreu dem Motto „Friesland, Meer und Weite“, starteten wir am Montag zuerst einmal mit einer gemütlichen Planwagenfahrt mit Tanno und Tjark und unter der Zügelführung von Anja Woschech-Elebracht (www.reitstall-moorhausen.de )nach Dangast. Schönstes Wetter unterstützte unsere Begeisterung bei der Beschreibung unserer schönen Landschaft. Der große Hit waren die vielen Schafe auf dem Deich. Die Fahrt führte über den Hafen kurz hinter den Deich und zurück. Als ein kleiner Geschicklichkeitstest erwies sich das Kaffeetrinken auf dem Planwagen während der Fahrt.

Am Dienstag, gleich morgens um 09:00 Uhr, empfing uns Gerd-Christian in seiner Funktion als Bürgermeister im Rathaus. Bei „home-made biscuits“ von Bahlsen präsentierte er mit Stolz die Fakten und Zahlen seiner Stadt Varel. Im Anschluss wurden die Unterschiede der Schul- und Steuersysteme in den verschiedenen Ländern diskutiert. Später ging es zu Fuß zur Vareler Mühle, wo uns Peter Fleckenstein in seiner launigen Art die Funktionsweise der Mühle und all die anderen Exponate nahe brachte. Ganz oben, von ihrem Balkon, gab es einen wunderbaren Blick auf Varel und seine Umgebung bis hin zur Nordsee.

Die Krabbenpuhler
Der weite Blick vom Balkon der Vareler Mühle

Nach einem entspannenden Familiennachmittag stand am Donnerstag eine Ganztagestour nach Bremen auf dem Programm. Am Roland wurde unsere Gruppe um 11 Uhr von einer englischsprachigen Stadtführerin erwartet. Zwei Stunden dauerte die Entdeckungstour durch die Altstadt Bremens, die von der Stadtführerin von www.bremen-in-szene.de sehr unterhaltsam und kurzweilig erklärt wurde.. Nach dem Mittagessen in der „Ständigen Vertretung (StäV)“ in der Böttcherstraße war endlich die Zeit zum Shoppen gekommen.

Treffen am Roland
keine Schweinerei

Freitag ging es wieder in aller Frühe los. Ziel war die Insel Spiekeroog. Mit dem Bus bei trübem Wetter erst mal zum Anleger und dann ’rausfinden, ob der Kutter auch wirklich auslaufen wird. Aber das Wetter klarte auf und so stand der Fahrt mit dem Fischkutter nach Spiekeroog nichts mehr im Weg. Unterwegs fand ein Schaufischen statt. Allerlei Lebendiges wurde aus dem Wasser gefischt, über das uns Sebastian Peters vom Wattenmeerhaus Wilhelmshaven fachmännisch (und auch auf englisch) aufklärte. Die Seehunde auf der Sandbank von Langeoog waren natürlich das Highlight. Geduldig warteten sie schon auf uns und hatten sich extra der Reihe nach an die Waterkant gelegt. Ich glaub´, die machen diesen Job mehrmals täglich!

Auf Spiekeroog ging es nach einer kurzen Inselführung durch das Inseldorf zum Mittagessen ins Restaurant „Spiekerooger Leidenschaft“ (www.spiekerooger-Leidenschaft.de). Ein ausgezeichnetes Essen, sowie ein hervorragender Service begeisterten uns alle. Danach schlenderten wir zur verdaulichen Erbauung in kleinen Grüppchen über die Insel, gingen zum Fußbaden ins Wasser und genossen einfach einen wunderbaren Tag bei jetzt wunderschönem Wetter. Leider mussten wir uns am Ende des Tages ein wenig beeilen, um unseren Fischkutter nicht zu verpassen.

Alle an Bord?
Schaufischen
Schaufischen mit Erläuterung
Typische Kutterfahrt

Obwohl Samstag der letzte Tag des Austausches war, traf man aber sich noch ein letztes Mal zum Unterricht. Die Gruppe bedankte sich zum Ende bei Ute und Vilmos auf Deutsch und mit einem kleinen Präsent, was beide doch ein wenig zu Tränen rührte. Der Nachmittag galt noch einmal den gastgebenden Familien und ihren Gästen, bevor man sich abends zur Farewellparty im „Bistro Vareler Schleuse“ einfand. (www.bistrovarelerschleuse.weebly.com).

Zu Beginn zeigte die Vareler Volkstanzgruppe (www.volkstanz-varel.de ) ursprüngliche Tänze und ließ es sich auch nicht nehmen, Gäste und Gastgeber zum gemeinsamen Tanzen aufzufordern. „Friendship durch und durch!“

Birgit W. bedankte sich als ED bei allen Gastgebern und Gästen für einen tollen, gelungenen Austausch, der durch seinem Themenschwerpunkt „Sprachen lernen“ besondere Anforderungen an Innovationsfähigkeit und Organisation auch an einen gestandenen Verein stellte. Die Gäste wiederum brachten ihren Dank mit einer lieben Karte und einem Geschenk zum Ausdruck.
Der Höhepunkt des Abends war ohne Zweifel die Aufführung des Märchens Aschenputtel in deutscher Sprache durch die Gäste. Idee und Text (von Vilmos sprachlich vorbereitet), während all’ die ideenreichen Requisiten, die Proben und die Regie Ute zu verdanken waren! Mit Recht genoss sie gemeinsam mit den Gästen den tollen Applaus.

Die Farewell Party
Volkstanz mit den Gästen "Friendship durch und durch"
Birgit dankt Gastgebern und Gästen

Als Leiterin dieses Austausches möchte ich mich ganz herzlich bedanken bei

·     „gute Ute“ als super Co-ED (wir beide das erste Mal) , als Betreuer,
      Kümmerer, guter Geist,

·    Vilmos als toller Lehrer (es hat allen unglaublich viel Spaß gemacht),
     Möbelschlepper, Ratgeber, Organizer,

·     Allen Gastgebern

·     Allen Dayhost

·     Allen Helfern der Welcomeparty für die geschmackvoll vorbereiteten
      Tische, das tolle Buffet

·     Allen Unterstützern zwischendurch wo auch immer gerade eine
      helfende Hand gebraucht wurde

·     Sabine von FF Cottbus – wir haben klasse zusammengearbeitet
      und uns immer wieder beruhigt und Mut zugesprochen  und
 
      last but really not least

·     Dieter aus Cottbus für den Unterricht in der 1. Woche und das
      Unterrichtsmaterial.

      Birgit Wagner

Die Ankündigung einer "Uraufführung"

Freunde aus aller Welt sprechen „Deutsch“ bei Friendship Force Varel

Freunde zu finden, Freundschaften zu bilden und sie zu bewahren ist mit Hilfe sprachlicher Verständigung einfacher und erfolgreicher. Das gilt ganz besonders im grenzüberschreitenden internationalen Bereich, nämlich genau in dem Spektrum, dem sich die Organisation Friendship Force verpflichtet fühlt.
Sprachen zu Lernen ist auch einer der wesentlichen Bestandteile der Globalisierung, denn ohne Verständigung gibt es weder kommerziellen noch interkulturellen Austausch.
Die Organisation Friendship Force International hat deshalb seit einigen Jahren internationale Austausch - und Besuchsprogramme organisiert, in deren Mittelpunkt die Erweiterung von Sprachkenntnissen steht. Mitglieder von Friendship Force Varel haben bereits zweimal erfolgreich und mit viel Freude an so genannten "Language Learner Exchanges" in den USA teilgenommen.
Der Erfolg mit der englischen Sprache hat die deutschen Friendship Force Vereine von Cottbus und Varel angeregt, ein derartiges Projekt für das Erlernen der deutschen Sprache zu definieren und international auszuschreiben. Miteinander abgestimmt wurden die Curricula während die Unterlagen und Lehrer aus den Vereinen generiert werden.
Mit Erfolg, wie sich jetzt nach zwei Jahren Vorbereitung zeigt, denn es haben sich 16 Teilnehmer unterschiedlichen Alters aus USA, Kanada, Großbritannien und Brasilien angemeldet, um in der Zeit vom 09. bis 16. Juni 2013 in Varel die Alltagstauglichkeit ihrer deutschen Sprachkenntnisse zu verfeinern.
Die Aufnahme der Besucher und das Programm außerhalb des "halbtägigen Unterrichtes" laufen nach dem Prinzip normaler Friendship Force Besuche ab. Die "Internationalen Studenten" werden wie gewöhnlich privat in den Familien der Vereinsmitglieder untergebracht und es gibt neben den "Deutschstunden" in entspannter Atmosphäre zusätzlich ein abwechslungsreiches Besuchs - und Freizeitprogramm.
Neben dem persönlichen Empfang bei Varels Bürgermeister Gerd-Christian Wagner und einer Stadtbesichtigung einschließlich Planwagenfahrt durch Dangast, stehen ein Schaufischen zwischen Neuharlingersiel und Spiekeroog ebenso auf dem Programm wie ein ausführlicher Besuch in der Stadt Bremen und eine ganz besondere Abschiedsfeier.
rb