Los Angeles in Varel

Der letzte Austauschbesuch in diesem Jahr

Auf der Durchreise nach Taschkent- die Freunde von FF Los Angeles machen nach 5 Jahren ihren Gegenbesuch in Varel

 Am Montag, den 8. September ging es endlich los. Bei gutem Wetter konnten wir die acht FF - Ambassadors aus Los Angeles von einem Hotel in Bremen abholen. Unsere Gäste waren gut ausgeschlafen und schon vertraut mit Euros und den Bremer Stadtmusikanten, so dass wir gleich durchstarten konnten zu den ersten Aktivitäten in der Gastgeberfamilie. Leider führte  ein dicker Stau auf der A 28 zu Verzögerungen - was aber weniger die an traffic jams gewohnten Gäste als die Gastgeber genervt hat.

Mit einer Potluckparty (das Büffet konnte sich wirklich sehen lassen) bei Birgit startete der Austausch dann am Abend ganz offiziell und endlich gab es für die Gäste die Willkommenstasche mit dem Programm, weiteren Informationen und den FF-Cookies. Das Wetter hatte gehalten und wir konnten unsere Party im Garten beginnen. Mit fortschreitender Zeit  wurde es dann doch insbesondere für unsere sonnenverwöhnten Gäste empfindlich kühl. Aber mit Decken und ausgeliehenen Jacken Überbrückten wir noch eine Weile an der frischen Luft, bevor wir dann drinnen in kuschliger Runde den Begrüßungsabend ausklingen ließen.

Das Wetter ist gut für outdoor events
Es wird schon etwas kühler...
...und nun hinein in die kuschelige Stube

Am Dienstag ging es mit dem Empfang beim Bürgermeister weiter. Die Presse war auch da und es gab einen sehr schönen Artikel mit extragroßem Foto in der NWZ. Auf dem anschließenden Weg zur englischsprachigen Führung durch Frau Jetzki in der Schlosskirche lernten die Gäste bei Hespe das Brauchtum um den "Löffeltrunk" kennen, während sie dem Glockenspiel lauschten.

Mit Brauchtum ging es am nächsten Tag auch weiter. Doch vor der echt ostfriesischen Tee-Zeremonie bei Bünting in Nortmoor gab es viele Zahlen und Fakten zur Bünting Unternehmensgruppe, den Subunternehmen und der  Firmenphilosophie, die sich hinter diesem Namen verbergen  - eben nicht nur Tee. Wir hatten auch die Gelegenheit die Teeproduktion zu sehen. Mit einem Besucherbähnchen wurden wir durch das weitläufige Areal gefahren und bekamen einen Eindruck von dem logistischen Aufwand hinter den Gebäudemauern. Der Besuch im viel beschaulicheren Teemuseum in Leer rundete den Tag ab.

...ik seh di... Loeffeltrunk bei Hespe
Vortrag, Buenting Tee und Süsses...
..dazu ein Laecheln in die Kamera und
dann geht's mit der Besucherbahn ins Gelaende

Am Donnerstag nahmen wir den Zug zum Besuch des Museumsdorfes in Cloppenburg. Bevor wir das Freilichtmuseum auf eigene Faust entdecken konnten, zeigte uns eine kompetente englischsprachige Führung einige Bauernhäuser und die Dorfschule. Besonders in der Schule mischten die deutsch- und englischsprachigen Teilnehmer mit ihren Erinnerungen aus eigener Schulzeit den Vortrag auf. Aber es ging natürlich auch um die heutigen Schulsysteme auf beiden Seiten des großen Teichs. Da zu jeder Schulpause auch der Pausenapfel gehört, so versorgte uns  Dietmar auch in hier, wie auch an den anderen Tagen, immer reichlich und mit vielen unterschiedlichen Apfelsorten. Zum Thema Apfelsorten sind wir in dieser Woche wirklich schlauer geworden - nicht nur durch Frontalunterricht, sondern auch durch praktische Übungen.
Die alten Gerätschaften haben uns alle beeindruckt und Marga ließ es sich nicht nehmen ein Joch zum Tragen von Wassereimern auszuprobieren. Mit vielen neuen Eindrücken traten wir die Rückreise mit der Bahn nach Varel an.

Die Führung im Museumsdorf Cloppenburg beginnt und
...hat ein langes und interesanntes Programm...
...da ist eine Apfelpause" sehr willkommen
Hier die historischer Wassertraegerin (vergl. unten)

Am Freitag bot sich dann den Gästen in Oldenburg die Möglichkeit zu shoppen. Wie für echte Oldenburger, gehört zu einer Wochend - Shoppingtour auch das Suppenessen bei Monse. Auf dem Weg zum Treffpunkt für die englischsprachige Stadtführung haben wir dann Bauarbeiter gesehen, die auch heute noch mit einem Joch arbeiten. Ob uns nun das Joch oder die kernigen Männer so beeindruckt haben, kann nicht genau gesagt werden - aber auf jeden Fall bildete sich eine kleine Menschentraube, um den Bauarbeitern zuzuschauen. Bei der Stadtführung wurde  uns die Deckenmalerei im Schuhgeschäft im Degode-Haus gezeigt, die eine allegorische Darstellung der 1645 bekannten Erdteile Europa, Asien, Afrika und Amerika darstellt.  Unter anderem lässt ein Bild die Deutung zu, dass es in Amerika Kannibalen gegeben hat. Einige Gäste mussten sich bei dieser Vorstellung erst einmal hinsetzen.

... und dort der jochtragende moderne Kollege...(vergl.oben)
Das viel diskutierte Deckenbild im Degodehaus
Zum "Suppentreff in Oldenburg
Erläuterungen am Pulverturm

Nach so viel Kultur und Informationen ließen wir es am Samstag beim Swin-Golf in Altjührden sportlich angehen, wo ganz andere Fähigkeiten der Gäste und Gastgebergefordert waren. Es gab die ehrgeizigen Golfer und die, die es mit dem Zählen nicht so genau nehmen. Manchmal war es schwierig am Abschlag die dazugehörige Zielfahne auszumachen und so wurden in einem Spiel auch schon mal zwei unterschiedliche Bahnen bespielt. Der Spaß führte uns direkt und verdientermaßen an das  Büffet der Farewellparty, die anschließend vor Ort stattfand. Die Volkstanzgruppe „Rund umto“ aus Varel konnte bei gutem Wetter in dieser zünftigen Umgebung draußen tanzen. Besonders viel Spaß hatten wir, als wir mitmachen durften bzw. mussten, wobei ganz unterschiedliche Talente und Fähigkeiten zu erkennen waren.
Mit den offiziellen Reden der Austauschleiter fand die Farewellparty und damit die ganze Austauschwoche einen gelungenen Abschluss.

Golf mit Netz und mehreren Bahnen
Ist denn schon wieder Ostern?
Pausen gehoeren auch zum Sport....
...und jetzt auch Pause für die anderen
Volkstanzen für alle. welch' ein Spass
...und wenn es sich bewegt ist's noch schoener
Die Farewell Reden sind immer wieder anders-und das ist auch gut so!
Wenn Freunde zusammen sind, ist immer gute Stimmung

Am Sonntagmorgen brachte ein Shuttleservice unsere acht Gäste dann zum Flughafen Bremen für ihren Weiterflug nach Tashkent, Usbekistan.
up
Fotos: hb u. up

Good Bye und Tschuess...