Der Austausch zur Isle of Wight und die Rundfahrt durch Cornwall im April 2015

Beim Abschied des Besuches von Friendship Force Isle Wight in Varel im Juli letzten Jahres bedankten sich unsere englischen Gäste mit den Worten „Keep in touch and see you soon“.

Genau 9 Monate später wurde der Bus mit 23 Mitglieder von Friendship Force Varel mit einem „How nice to see you again“ an der eingehenden Fähre von Portsmouth nach Fishbourne auf der Isle of Wight  zu ihrem Gegenbesuch willkommen geheißen. Ein Besuch, der ihnen, begleitet von wunderschönem Wetter, die ganze Schönheit dieser Insel eröffnete.
Wie bei Friendship Force Austauschen üblich ist schon die Unterbringung in den Häusern der Gastgeber immer wieder etwas Besonderes und beschränkte sich auch dieses Mal nicht nur auf „bed and breakfast“.
Das individuell zusammengestellte offizielle und private Besuchsprogramm vermittelte einen guten Eindruck von der wechselvollen Geschichte der exponierten Insel im Kanal, deren Klima vom Golfstrom geprägt ist. Da gibt es die kreideweißen Needles,  drei längliche Felsen mit Längen bis 104 Metern an der Westspitze  von Wight, grüne Parklandschaften  und gelb blühende Rapsfelder im April, die bis an die engen Straßen heranreichen.

...in Brighton, kurz vor der Ueberfahrt zur Insel Wight
Die stattliche Faehre von Portsmouth nach Fishbourne
Breakfast in der Quarr
Die sog. Needles - Kreidefelsen im MeerAbbey

Die historischen Merkmale erlebte die Vareler Gruppe mit einem Frühstück in  Quarr Abbey, einer ehemaligen Benediktinerabtei und Zisterzienserkloster;  oder während  eines  Spaziergangs durch Osborne House mit seinem weitläufigen Park, dem Landsitz von KöniginVictoria, auf dem sie 1901 starb;  oder auch bei einem  Rundgang auf der Burg von Carisbrooke Castle, das heute innerhalb seiner riesigen Mauern ein Kunst - und Kulturmuseum beherbergt.

Osborne House-Landsitz von Quenn Victoria...
...und der ein Teil des Parkes
Vor den Mauern von Carisbrooke Castle

Der Bummel durch die Hafenstadt Yarmouth machte deutlich, welche touristischen Wellen  in der Hochsaison die Insel überschwemmen. Nach einer Farewell Party im Chequers Inn Pub in Newport mit hervorragendem Essen aus eigener Produktion fand der Austauschbesuch seinen Abschluss und das erneute „see you again soon“ wird sich in einigen Fällen vielleicht sogar erfüllen.

Das Farewell Dinner im Chequers Pub in Newport
Die Austauschleiter! sie wissen einander zu schaetzen
Abschiednehmen mag niemand...egal wann und wo

Nach dem Abschied an der Fähre in Richtung Lymington begann der zweite Teil dieser Reise, die Rundtour durch Cornwall, die noch am selben Tag mit dem Besuch von Stonehenge sein erstes Tagesziel erreichte. Nach einer Hotelübernachtung in Newquay/Porth wurde die Tour durch eine Reiseführerin, eine studierte Landschaftsgärtnerin aus Norderstedt, fachlich und kompetent begleitet und so ergab sich in den folgenden Tagen eine angenehme Mischung aus Information und Erlebnis.

Die Inselfestung St. Michael’s Mount konnte wegen Niedrigwasser sogar fast trockenen Fußes erreicht werden und im Minack Theater, in den Klippen über dem Meer, konnten die Schauspieltalente der Gruppe eine Kostprobe geben. Fotofreunde nutzten den Besuch von Land’s End, dem westlichsten Zipfel von Cornwall für reizvolle  Bilder und alle entspannten sich beim berühmten Cream Tea in Tregenna Castle, um dann die zusätzlichen Kalorien bei einem Bummel an der Hafenpromenade von St. Ives einzusetzen.

Das Visitor's Info center in Stonehenge
Die weltberuehmte Kultstaette von Stonehenge
Vor der Kulisse der Inselfestung St. Michaels
...ein typisches Cornwall Motiv

Es folgte der Besuch einer der bekanntesten Gärten Englands, den Lost Gardens of Heligans, einem großen Schluchtgarten und englischem Landschaftspark,  führte die Reise durch das Bodmin Moor mit seinen Steingräbern zur Besichtigung von  Lanhydrock House, einem mittelalterlichen Herrensitz mit viktorianischen Großhaushalt – Pilcher läßt grüßen  -.
Der Tidestand ließ gerade noch den Besuch der Bedruthan Steps zu, einer spektakulären Klippenformation, die  nur bei Ebbe über eine steile Treppe mit 200 Stufen zu erreichen sind, doch auch der Wanderweg entlang der Steilküste bietet alternativ einen beeindruckenden Panoramablick.

Ein echtes englisches Frühstück war gerade richtig für eine Reise durch den Nationalpark von Dartmoor, einer Hügellandschaft mit überwiegend Moor und Heide. Der Park ist berühmt durch seine prähistorischen Funde und  die aus Granitblöcken errichtete Clapper Bridge. Vorbei am bekannten Dartmoor Gefängnis in Princetown stand ein Rundgang in der gut erhaltenen Altstadt Exeter auf dem Programm. Zur letzten Übernachtung in Sevenoaks landete die Gruppe in einem Hotel, das eigentlich erst im Juni eröffnet werden sollte. Für unsere Gäste gab es daher einige Unannehmlichkeiten. Mit Improvisation, mit Charme und Rotwein erreichte das Hotelmanagement mangels elektrisch Licht und Heizung ein „Candellight Dinner“ in Winterjacken.

Auf den Raengen des Minack Theaters...
Im viktorianischen Lanhydrock House
Die Lost Heligans Gardens sind entweder lieblich...oder
Exotisch wie auf der Haengebrücke...oder
auch einfach nur strukturiert
Elektrofahrzeuge für die Besucher - free of charge
Die Bedruthan Klippen und Teppenstufen oder
der Panoramablick
Die Clapper Bridge aus Granitstein
In der Altstadt von Exeter

Die Heimreise über Dover und Calais verzögerte sich später durch Staus und andere verkehrstechnische Probleme, gab aber allen Teilnehmern Gelegenheit die hinter ihnen liegende Reise Revue passieren zu lassen.
Das Fazit eindeutig: Einzigartige Landschaften unter blauem Himmel; alte Freunde wieder gesehen, neue Freunde gewonnen; eine gute Gemeinschaft, ein äußerst professioneller Busfahrer und eine gelungene Organisation;  diese Austausch -Reise war rundherum ein außerordentliches Erlebnis.
rb/fotos bk/hk