Kielerwoche

Bernd's Bericht der Kieler Woche

Unser Besuch in Kiel

Am letzten Wochenende fand unser lange geplanter Besuch bei unserem Partnerclub in Kiel statt. Die Anreise am Donnerstag den 26. Juni wurde individuell gestaltet. D.h. einige Teilnehmer unserer Gruppe, wir waren insgesamt 14 Teilnehmer, sind mit dem Auto gefahren, wiederum haben andere das Flugzeug genommen. Das Treffen mit unseren Hosts hat überall gut geklappt. Entweder wurde sich am Busbahnhof verabredet oder es wurde direkt zum Wohnsitz der Hosts gefahren.

Nachdem es am Donnerstag recht kräftig regnete, gab es Bedenken wie sich denn das Wochenende gestalten würde. Aber bereits am Freitag zeigte sich das Wetter von seiner freundlichen Seite. Nachdem der Tag zur freien Gestaltung vorgesehen war, kann ich nur berichten, wie Editha den Tag, teilweise mit den Hosts, verbracht hat. Dazu muss man wissen, dass Gabi und Herwig Hunger im Sommer fast durchgehend in ihrem schönen Wochenendhaus in Heidkate leben. Dieser kleine Ort liegt ca. 20 km nördlich fast direkt am Ostseestrand. Was lag also näher als am Vormittag einen ausgedehnten Spaziergang mit Gabi/Herwig und ihrem Hund einem Chow Chow entlang am Küstendeich zu unternehmen. Am Nachmittag stand die Besichtigung des Freilichtmuseums Molfsee auf dem Programm. Hier wurde sich sehr viel Mühe gegeben darzustellen, wie die Menschen in der „guten alten Zeit“ gelebt und gearbeitet hatten. Es war ein sehr interessanter und auch kurzweiliger Nachmittag. Am Abend trafen wir uns zum gemeinsamen Abendessen im Restaurant „Drathenhof“. Bis zum Nachtisch hatte ich auch geschafft dort aufzutauchen.

Ich hatte aufgrund einer anderen Verpflichtung erst Freitagabend anreisen können. Es wurde noch ein unterhaltsamer Abend mit vielen interessanten Gesprächen. Am Samstag stand dann unser Ausflug auf der SS Neerlandia an. Nachdem wir unser Schiff gefunden hatten, ging es auch bald los. D.h. erst mal gab es ein ziemliches Gewimmel vor der Klappbrücke, denn alle Schiffe wollten möglichst schnell auslaufen. Aber die Skipper haben alle diese Aufgabe mit Bravour gemeistert. Kurz danach wurden die ersten Segel gesetzt. Allerdings stand der Wind recht ungünstig (ziemlich gegenan) so dass die Maschine zur Unterstützung notwendig war. Wir ließen das Panorama an uns vorbei gleiten und genossen die Aussicht. Es gab jede Menge zu sehen. Sei es die verschiedenen riesigen Fährschiffe und Kreuzfahrtschiffe ( neben denen wir uns ziemlich winzig vorkamen) und vor allem die vielen Segler. Angeführt wurde der Korso vom Ausbildungsschiff der Bundesmarine, der Gorch Fock. Wir konnten unter anderem so imposante Schiffe wie die „Mir“ und die „Sedov“ bewundern. Seeluft macht hungrig und so wurde dem Mittagessen kräftig zu gesprochen. Alles wurde frisch zubereitet. Bewundernswert was in so einer winzigen Küche alles gezaubert werden kann. Ach ja, das heißt ja korrekterweise „Kombüse.“ Leider wurde für unseren Geschmack viel zu früh die Rückreise angetreten. Der Skipper begründete dies mit der ungeklärten Situation über den Liegeplatz am Abend. Mit einem Bummel über die Vergnügungsmeile haben wir den Tag  geschlossen.

Für den Sonntag hatten unsere Gastgeber eine besondere Überraschung parat. Geplant war ein Besuch an einem großen Platz zum Oldtimertreffen und Ballon fahren. Aber wie kommen wir dahin ? Mit den Auto natürlich, aber mit was für einem ! Wir fuhren erst zur Firma, in der Herwig früher verantwortlich tätig war. Ein Hallentor wurde geöffnet und was stand vor uns? Ein alter Triumph und ein MG aus dem Jahre 1938. Beide bestens gepflegt und fahrbereit. Herwig entschied sich für den MG, und los ging’s. Es ist ein beeindruckendes Erlebnis mit so einem Fahrzeug durch die Gegend zu „cruizen“ Am Veranstaltungsort gab es dann viele weitere Oldtimer zu bewundern. Am Nachmittag haben wir auf Empfehlung ein Jaguar Museum besucht, dass der Besitzer mit sehr viel Liebe zum Detail äußerst geschmackvoll eingerichtet hat. Das Abendessen haben wir in einer größeren Gruppe mit Mitgliedern aus unserem Club und Kieler Gastgebern in einem Restaurant am westlichen Fördeufer verbracht. Nach dem Essen verging die Zeit mit Gesprächen wie im Fluge und wir konnten uns auf das imposante Abschlussfeuerwerk konzentrieren auf das wir aufgrund der erhöhten Lage des Lokals einen wunderbaren Blick hatten. Am Montag haben sich die Teilnehmer unserer Gruppe entsprechend ihrer Planung auf den Rückweg gemacht. Wir Coldenstrodt´s haben nach einem gemütlichen Frühstück und einem letzten Blick über den Deich unsere Gastgeber verlassen. Ich muss sagen, der Abschied ist nicht leicht gefallen, wir hätten es noch gut länger aushalten können. Unser Rückweg führte uns noch über Plön, wo wir noch einen Spaziergang durch die Stadt und entlang am Seeufer gemacht haben, bevor wir in aller Ruhe zum Flughafen Hamburg gefahren sind und von dort den Rückflug angetreten haben. Ich persönlich werde dieses Wochenende in sehr guter Erinnerung behalten. Nicht nur, weil ich die See mag, sondern auch immer das Gefühl hatte bei Freunden zu sein. Unsere Kieler Gastgeber haben uns den Aufenthalt mehr als angenehm gestaltet. Ich hoffe wir können uns in nicht allzu ferner Zukunft revanchieren. Vielleicht ist der Christkindlmarkt eine gute Gelegenheit dazu.

 

Bernd Coldenstrodt 

Kielerwoche - zu Gast bei FF Kiel