Austausch nach Kapstadt/Südafrika

Im November war der Club Friendship Force Bavaria e.V. zum Austausch in Kapstadt, Südafrika. Mit 18 Personen war die Gruppe gerüstet, „Friendship Force Bavaria“ in Kapstadt gut zu vertreten.

 

Willkommensparty im Sunset Beach Club, Kapstadt

Schon die Ankunft am Flughafen in Kapstadt war ein Erlebnis. Mit großem Hallo begrüßten die Gastgeber die Ankömmlinge. Alle wurden individuell in den Wohnungen – zumeist stattliche Häuser mit wunderbarer Aussicht auf die Stadt – der Mitglieder von Friendship Force Cape Town untergebracht. Auf dem Weg dorthin erfolgte das erste „Beschnuppern“, denn keiner der Gäste kannte ja persönlich die einladenden Clubmitglieder.

Am gleichen Abend bei der Willkommens-Party im Sunset Beach Club House herrschte bereits eine ausgelassene, freundschaftliche Stimmung, obwohl man erst seit ein paar Stunden miteinander bekannt war.

Unterwegs in Kapstadt mit Blick zum Tafelberg

Kapstadt ist eine sehr ansprechende Stadt. Überhaupt ist der Eindruck der Kap-Region für alle, die noch nicht dort waren, viel beeindruckender, als man sich das in Deutschland hat vorstellen können.

Die Kap-Region verbinden die „Neuankömmlinge“ seit frühester Jugendzeit mit dem Kap der Guten Hoffnung; und genau dorthin ging der erste Ausflug.

Dass das Kap den Seefahrern wegen der starken Stürme viele Sorgen bereitet, ist allgemein bekannt. Dass aber in der Kap-Region 4 Jahreszeiten durchaus an einem Tag stattfinden können, erfuhren die Besucher erst verwundert vor Ort. Warme Kleidung war daher für diese Jahreszeit - „Frühling im November“  - mehr als angebracht.

Fairview Wine and Cheese Farm, in Franschhoek, Cape Wineland

Was wäre eine Reise in die Kap-Region ohne Besuch der herrlichen Weingüter. Nicht nur die übliche Weinprobe wurde vorgeführt sondern auch das sog. „wine-blending“. Dabei wird auf der Grundlage eines „robusten Weines“ so mit zwei anderen Weinen gemischt, dass am Ende das Ergebnis allen ganz individuell besonders gut schmeckt. Und diese Mischung wird dann vom Weingut nachgestellt und in der gewünschten Anzahl von Flaschen mitgegeben, um zu prüfen, ob der selber kreierte Cuvée auch daheim noch so gut schmeckt wie auf dem Weingut. Auf jeden Fall ist das eine ganz andere Form einer Weinprobe.

Das sog. „Teabag Project“ wurde gezeigt, wo auf Basis von gebrauchten und gereinigten Teebeuteln ganz verschiedene Produkte meist in Heimarbeit hergestellt werden. Die Palette reicht von Untersetzern, Bildern, Postkarten bis zu Handtaschen. Es handelt sich um ein ehrenamtlich geführtes Unternehmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen. Auch der Besuch im Kirstenbosch Nationalpark mit den unendlich vielen Proteas war im Besuchsprogramm enthalten, die Königs-Protea ist die Wappenblume von Südafrika.

Außer den offiziellen Ausflügen und Besichtigungen gab es hinreichend Zeit für regen Gesprächsaustausch mit den Gastgebern. Gemeinsame Abendessen bei anderen Mitgliedern des gastgebenden Clubs waren ebenfalls eingeplant.

Besonders interessant und wichtig war zu erfahren, wie es den Gastgebern persönlich in ihrem Lebensumfeld bzw. ihrer jeweiligen Lebenssituation nach Auflösung der Apartheit 1994 erging. Obwohl die Sicherheit im Lande ein großes Thema ist, war für die Besucher in Kapstadt kaum ein Unterschied zu Deutschland zu merken. Und nach einer Woche hatte man sich bereits an den Anblick der hohen, mit Drahtgitter bewehrten Mauern um die Häuser gewöhnt. Ein Unsicherheitsgefühl oder gar Angst hatte niemand während des ganzen Aufenthaltes.

Autofahren in Südafrika wurde als angenehm empfunden. An den Linksverkehr musste man sich erst gewöhnen. Aber in dieser Region wird so entspannt gefahren, dass man dieses Verhalten gerne mit nach Hause nehmen würde. Auch dass 60 km/h innerorts gefahren werden darf, was aber strikt mit automatischen Kameras überwacht wird, kann man sich sehr schnell einstellen.

Der Besuch ins Museum über Christiaan Barnard und seiner weltweit ersten Herztransplantation in 1967 sowie der Ausflug mit einem flotten Katamaran zur Insel Robben Island zur Besichtigung der Gefängnisanlagen, wo Nelson Mandela 18 von 27 Jahren inhaftiert war, war fakultativ eingeplant.

Am Ende einer Woche zeigte eine beschwingte Abschiedsparty, die in einer neu gegründeten Bäckerei mit deutschen Besitzern stattfand, wie nahe man sich zwischenzeitlich gekommen war, und es gab feuchte Augen, weil nach einer Woche schon wieder Abschied von den neuen Freunden in Kapstadt genommen werden musste. Dank der fürsorglichen Betreuung seitens der Gastgeber fühlten sich die Friendship Force Reisenden in Kapstadt nie wie Touristen sondern vielmehr wie lieb gewonnene Gäste.

Anschließend löste sich die Gruppe auf und startete ein zusätzliches, individuell gestaltetes Touristik-Programm, um den weiten Flug nach Südafrika auszunutzen. Während die Ehepaare meist alleine fuhren, schlossen sich die mitreisenden Damen zu einem „Vier-Mädel-Abenteurerteam“ zusammen.

Per Mietauto ging es entlang der sog. Garden Route zu diversen Tierparks, in die Tsitsikamma Berge, die Karoo Berge und Shamwari und Amakala Game Resorts und natürlich in den Addo Elefant National Park mit den großen Elefantenherden, je nach persönlichem Geschmack.

Nun zeigte es sich, wie gut es war, sich in Deutschland in mehreren Zusammenkünften auf die Reise vorbereitet zu haben. Und jeder freute sich bereits während der letzten Urlaubstage auf die zu Hause anstehende „Nachlese“, bei der die kleinen Abenteuer erzählt und Bilder untereinander ausgetauscht werden können.

Bei einer solchen Reise mit Friendship Force entstehen oftmals Freundschaften vor Ort, die weit über den offiziellen Austausch hinaus anhalten und mit gegenseitigen Besuchen auf ganz individueller, privater Basis über Jahre gepflegt werden.

 

Bildergalerie - Tiere in Parks und Resorts

„Aug` in Aug`, näher geht es nicht“; Addo Elephant National Park, Garden Route

Der Elefant frisst während 18 Stunden am Tag zwischen 180 und 300 kg Blätter und Buschwerk

Elefantengruppe im Addo Elephant National Park, ein großartiges Schauspiel

Giraffengruppe im Shamwari Game Resort. Die Tiere sind immer neugierig und schauen interessiert nach, wer denn da herumfährt?

Majestätisch blickt uns die Königin der Tiere bei unseren Rundfahrten im Nationalpark an

Die Sorge um den Fortbestand der Nashörner ist groß: das Horn des Tieres im Vordergrund hat einen Wert von etwa 1 Million US Dollar am Schwarzmarkt in China!

Straußenfarmen prägen die Umgebung von Oudtshoorn, an der sog. Gardenroute