Austausch nach Lower Columbia, Washington USA

Glacier National Park, Montana und Lower Columbia, Washington State

Im Anschluss an den Aufenthalt beim Friendship Force Club in Missoula reiste eine kleinere Gruppe von FF Bavaria weiter zum Glacier National Park im Norden von Montana nahe der Grenze zu Kanada. Hier gibt es neben Hirschen, Elchen und Bighorn Schafen auch viele Bären. Einige hatten das Glück, welche – wenn auch in größerer Entfernung – zu entdecken.

In den 30-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts organisierte die US Nationalparkgesellschaft die Anschaffung von roten Bussen, um die Parks für eine breite Bevölkerung zugänglich zu machen. Noch heute fahren 35 davon – inzwischen technisch modernisiert – über eine vor fast 100 Jahren speziell für Besucher angelegte, beeindruckende  Straße. Unsere Busfahrerin wies darauf hin, dass auch hier die Gletscher in den vergangenen Jahren stark zurückgegangen sind.

Dann waren wir vom 18. bis 25. September 2013 eine Woche zu Gast beim Friendship Force Club Lower Columbia, Washington State.  Auch hier faszinierte uns die großartige Landschaft.  Der Columbia River, der die Grenze zu Oregon im Süden bildet, ist bis weit in das Landesinnere von Hochseeschiffen befahrbar. Bei einer Fahrt auf dem Fluss durch eine Engstelle (Columbia River Gorge) konnten wir einen Eindruck von den gewaltigen Wassermassen des Columbia River‘s  gewinnen, die hier auch zur Stromerzeugung genutzt wird. Aufwändige Fischtreppen ermöglichen es den heimischen Fischen (z.B. Lachse) bis zu ihren Laichgebieten im Oberlauf bzw. zu den weit verzweigten Nebenflüssen zu gelangen.

Es ist kaum vorstellbar, dass der imposante Columbia River nach dem Ausbruch des Mount St. Helens in 1980 erst freigebaggert werden musste, um für größere Schiffe wieder befahrbar zu werden. Dieser Vulkanausbruch ist ein Beispiel für die enorme Stärke der Natur, die in nur 30 Jahren aus dem Chaos der Eruption eine neue, eindrucksvolle Landschaft entstehen ließ. Man findet beim Wandern noch riesige Bäume, die von der Wucht der Eruption entwurzelt oder einfach abgebrochen wurden, und so eine Vorstellung der entfesselten Gewalt vermitteln. Seit dem großen Ausbruch hat es inzwischen mehrere kleinere gegeben. Auch heute noch bebt die Erde in diesem Gebiet mehrmals täglich (nach Aussagen eines Rangers), wenn auch nicht direkt wahrnehmbar. In der Senke um den inzwischen stetig wachsenden Lava-Dom hat sich wieder ein Gletscher gebildet.

Am letzten Tag unseres Besuches machten wir einen Ausflug mit unseren Gastgebern zum Johnston Ridge Visitor Center. Aus der Ferne grüßte der frisch beschneite Mount St. Helens.

Mount St. Helens