Austausch nach Kapiti Coast/Neuseeland

Besuch bei FF Kapiti Coast/Neuseeland 24.02. - 02.03.2012

Welcome Dinner - unsere beiden ED's

Mit der Fähre von der Südinsel kommend erreichten wir am 24. Februar 2012 Wellington und wurden hier von einer eine Deutschlandfahne und eine Bayernfahne schwenkenden Abordnung von FF Kapiti Coast empfangen. Nach einer fast einstündigen Fahrt durch die grüne, hügelige Landschaft,  bewirtet mit Tee und Gebäck erreichten wir unser Ziel Paraparaumu, wo uns alle Gastgeber freudig und aufgeregt erwarteten. Der Ort  liegt 50 km nördlich von Wellington an der Kapiti Coast, gehört zu den am schnellsten wachsenden urbanen Gebieten Neuseelands und ist ein wichtiger Wohnort für Berufspendler in den Raum Wellington.

Die nächsten Stunden vergingen mit viel erzählen, Koffer auspacken und Mitbringsel bewundern wie im Fluge. Das Welcome Dinner wurde zu einem stimmungsvollen Abend in einem eindrucksvollen, sehr großen schwarz gestrichenem Holzhaus mit einem wunderbaren Garten und einem reichhaltigen Buffet mit neuseeländischen Spezialitäten und viel Gegrilltem. Als Gastgeschenk bekam der  ED einen bayrischen Bierkrug mit dem Wappen von Eckental überreicht, der natürlich mit echtem
Münchner Löwenbräu gefüllt  wurde. Wie beim Meistertrunk hat er ihn zur Begeisterung aller mit einem Zug geleert.

Das für uns vorbereitete Programm war nicht nur vielseitig und interessant, es war auch hervorragend organisiert. So waren einige der Gruppe am Samstag zum Frühstück beim Pferderennen eingeladen. Sie verfolgten die Rennen und wetteten auch fleißig mit.

Bei einem Empfang der Bürgermeisterin von Kapiti Koast erfuhren wir Interessantes  über die Entwicklung, die geplanten Projekte und die Bedeutung des Distrikts. Natürlich übergaben wir auch einen persönlichen Gruß und ein Geschenk unseres Eckentaler Bürgermeisters Glässer.

Besuch in einer Schule
Das Arbeitsmaterial unter dem Stuhl

An einem anderen Tag besuchten die Frauen mehrere Klassen einer Schule. Abgesehen davon, das alle Räume ebenerdig waren, unterschied sie sich nicht grundsätzlich von unseren Schulen.
Es gibt einen nach Altersstufen gegliederten Klassenunterricht, an den Wänden Schülerarbeiten und Merkhilfen, Gruppenarbeit und Frontalunterricht und in jedem Klassenzimmer acht Computerarbeitsplätze. Aber der ganze Schulalltag wird etwas lockerer gehandhabt als bei uns. Zum Stifte spitzen geht man an den Papierkorb vor der Klassenzimmertür, das meiste Arbeitsmaterial bleibt in der Schule unter dem Tisch oder unter dem Stuhl und die Roller warten direkt vor der Zimmertür.

Zur gleichen Zeit haben die Männer die Tuatara-Brauerei besichtigt. Der Brauereibesitzer, der seine Braukenntnisse in Deutschland erworben (aber nicht studiert) hat, braut jetzt ein sehr süffiges neuseeländisches Bier.

Ein ganz besonderer Höhepunkt war der Besuch von Kapiti Island, einer Vogelschutzinsel. Schon die Überfahrt zur 5 km entfernt liegenden Insel war etwas Besonderes. Unsere Fähre entpuppte sich als ein größeres Boot, das auf dem Spezialanhänger eines Traktors lag. Auf dem Strand stiegen wir über einen Laufsteg ein, der Traktor schob das Boot ins Wasser und schwups konnte die Fahrt beginnen. Während der Fahrt wurde jeder mit einer Mülltüte ausgestattet.

Die Fähre auf dem Spezialanhänger
Wir gehen an Bord

Auf Kapiti Island angekommen führte unser Weg durch ein faszinierendes Manuka Labyrinth (Teebaum). Bei der Wanderung sahen wir Vögel wie die Takae, den NZ Island Robin Wekas oder Tanbus, aber die größere Anzahl an Vögeln hörten wir nur.

Die Hauptstadt Wellington - Blick auf den Hafen

Einen weiteren Höhepunkt unserer Reise an das Ende der Welt stellte eine Busfahrt nach Wellington dar. Die Stadt liegt auf der Südspitze der Nordinsel, bietet den Winden eine große Angriffsfläche und wird daher auch liebevoll Windy-Wellington genannt. Um den Lampton Harbour liegt der Kern der Stadt, über die grünen Hänge ziehen sich die niedrigen Wohnhäuser, meist aus Holz, oft auch bunt und einige sehr schön im Kolonialstil wieder hergerichtet.
Von ‚Wellywood‘, wie die Stadt nach dem Erfolg der Herr der Ringe-Trilogie liebevoll  genannt wird, haben wir in der Weka-Filmgesellschaft  einen Film über die Entstehung der Trilogie gesehen. Auch ein tiefer Blick Aug in Aug mit Gollum war angesagt.

Im Te Papa Museum konnten wir uns auf 4 Ebenen durch die Geschichte Neuseelands treiben lassen, durch einen Regenwald streifend nach Dinosaurier Knochen graben, ein Erdbeben erleben und mehr über  die Kultur der Maori erfahren.

Zu Besuch bei den Maori in Otaki

Bei einem Empfang der Maori  in Otaki haben wir die Bräuche kennengelernt und mehr über die Bedeutung der Zeichen, Symbole und furchterregenden Holzplastiken erfahren. Bei dieser Einladung wurde keine Show gezeigt, es war eine Begegnung und ein Gespräch mit den Menschen.

Zum  Abschluss dieses Austauschs gab es ein Farewell Dinner, bei dem nicht nur viel über Freundschaft  gesagt wurde, sondern auch sehr gut gegessen, ausgelassen getanzt und gemeinsam gesungen wurde.